Kunst in sozialen Brennpunkten • Kraftorte • Themenparks • Heilgärten • Seminare • Vorträge



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matthias_henzler@macnews.de

Leitgedanken meiner Arbeit

Bei meinen Landschaftsheilungsprojekten mit Jugendlichen in aller Welt leiten mich folgende Grundgedanken und Aspekte:

Ganzheitliche Arbeit, körperlich, seelisch, geistig
Bei all meinen Projekten ist die Arbeit mit Menschen so gestaltet, dass die drei Bereiche Körper Seele und Geist möglichst gleichgewichtig angesprochen werden und damit zu einem gesunden und harmonischen Ausgleich kommen. Nach dem Prinzip der ganzheitlichen Pädagogik: Kopf Hand und Herz

Intensive Begegnung mit Natur und der Landschaft
Mit meinen Projekten möchte ich die immer grösser werdende Kluft zwischen Mensch und Natur und die dadurch zunehmenden Entfremdung des Menschen wieder überwinden. Die oft so vernachlässigte und einseitig ausgebeutete Erde braucht meiner Meinung nach die liebevolle einfühlsame und sachgemässe Zuwendung von uns Menschen. Anderseits kann uns die Natur mit Ihrem Reichtum und Lebenskraft ununterbrochen beschenken und zu der oft fehlenden Lebensfreude Wesentliches beitragen.

Ökologische Regeneration von belasteter Natur
An vielen Stellen der Erde ist die Natur durch die vorherrschende Zivilisation so belastet, dass Ihre eigenen Kräfte nicht mehr ausreichen, sich rasch genug zu regenerieren. Hier sollen die sozial-ökologischen Kunstprojekte auf der physischen, energetischen, emotionalen und geistigen Ebene Hilfe bringen.

Künstlerische Gestaltung im Dialog mit der Natur
Mit der künstlerischen Gestaltung will meine Arbeit die existierende Situation der Natur ausdrücken, ihre Gestaltungstendenzen unterstützen und ihr zu einer neuen Schönheit verhelfen. Ich gehe dabei nie von fertigen Konzepten und Entwürfen aus, sondern versuche, die Gestaltung immer aus einem Dialog mit den Qualitäten und Bedürfnissen des jeweiligen Ortes zu entwickeln. Dabei schulen die jungen Menschen Ihre Wahrnehmungsfähigkeit, ihr Naturverständnis, ihre Kommunikations- und Ausdrucksfähigkeit ganz praktisch und zugleich wirksam für die Umwelt.

Soziales Zusammenwirken verschiedener Kulturen und Altersgruppen
Ich versuche – wann immer möglich – mich der Tendenz zur Isolation und Polarisierung verschiedener Kulturen dadurch entgegenzustellen, dass ich Jugendliche aus verschiedenen Ländern und Kulturen bei den Projekten mische. Dabei können die Jugendlichen ihre eigene Kultur ganz neu entdecken und gleichzeitig ihre bisherige Sichtweise durch die Begegnung mit ganz anderen Kulturen entdecken und erweitern. Auch in dieser Hinsicht will diese Art von Arbeit einen konkreten Beitrag zum Frieden in der Welt leisten.

Einbezug ethischer, philosophischer und religiöser Hintergründe
Zu den ganz konkreten Fragen, was jeweils praktisch vor Ort zu tun ist, versuche ich die ethischen, philosophischen und religiösen Hintergründe der in dieser Gegend vorhandenen Kulturen zu reflektieren, zu verstehen und einzubeziehen. Dabei ist es mir sehr wichtig, dass unterschiedliche Weltsichten und Religionen gleichberechtigt nebeneinander stehen können. Diese spirituellen Fragen sind oft inhaltlicher Ausgangspunkt unserer Projekte.

Verbindung zur Entwicklungsbiographie unserer Erde
Um die praktische Arbeit vor Ort bis ins Detail in einen grösseren Sinnzusammenhang zu stellen, gehört zu unseren Studien während der Projektzeit auch die Frage nach der Entwicklungsbiografie unserer Erde als Ganzes. Das heisst konkret: In welcher Situation der Geschichte der Erde befinden wir uns im Moment, welche notwendigen oder sinnvollen Handlungen ergeben sich daraus ? Gibt es eine natürliche Entwicklungstendenz unserer Erde in die Zukunft ? Und wie können wir diese unterstützen und mit ihren Kräften und nicht gegen sie arbeiten.

Auseinandersetzung mit der Geschichte des jeweiligen Ortes
dazu gehört auch ein intensives Studium der Geschichte des jeweiligen Ortes, an denen wir arbeiten. Welche Ereignisse in der Vergangenheit haben den Ort und den Menschen geprägt? Was soll oder will am jeweiligen Ort gelernt, verarbeitet oder geheilt werden? Welche Verwundungen und Ereignisse leben in der Erinnerung der der jeweiligen Orte? Welche Blockaden oder Schocks wollen gelöst und geheilt werden?

Alternativer Umgang mit Geld
Soweit es möglich ist, versuchen wir den kapitalistischen Ansatz, wonach jeder gegen jeden kämpft, in den Projekten zu überwinden. Dazu geben wir alle verfügbaren Gelder in eine Kasse und verteilen sie dann nach Bedarf und Gerechtigkeit. Damit versuchen wir Alternativen zum bestehenden Umgang mit finanziellen Mitteln zu erproben und das Geld vom Missbrauch durch Macht egoistischer Interessen loszulösen.

Zusammenarbeit mit Politikern
Es ist mir wichtig, das die Schüler und jungen Menschen den Umgang mit Politikern und zuständigen Verantwortlichen von Staat und Gemeinde ganz praktisch erüben, um damit Berührungsängste mit dem Metier der Politik überwinden zu lernen. So gewinnen sie den Mut auch bei Ihren eigenen zukünftigen Initiativen ungeniert und offen mit Verantwortungsträgern des öffentlichen Lebens zusammenzuarbeiten. Jeder soll lernen, im Sinn seiner eigenen Impulse Unternehmer zu werden.

Zusammen leben lernen – Gemeinschaft bilden
Vor allem in städtischen Wohngebieten ist das tägliche Leben der Jugendlichen durch die tendenzielle Auflösung der Familienverbände oft sehr einsam und öde geworden. Von erfülltem Leben kann nur in einigen Fällen die Rede sein. So erscheint es mir als Pädagoge als einer der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart und der Zukunft, das Zusammenleben in Gemeinschaft wieder neu zu erlernen. Dabei sollen die individuellen Bedürfnisse berücksichtig werden, aber unter dem Gesichtspunkt einer neuen Gemeinschaftsbildung. Kein Gebiet unseres Lebens soll dabei ausgespart werden. Kochen, arbeiten, Gespräche führen, gemeinsam essen, Konflikte lösen, notwendige Pflichten aufteilen, aber auch den Reichtum an individueller Kreativität feiern und gemeinsame Feste gestalten lernen. Unterm Strich heisst dies, dass die kollektive Depression durch eine gemeinsam wiederentdeckte Lebensfreude überwunden werden kann.